Blei aufladen bei hohen und tiefen Temperaturen.

 

Sven Bauer, BMZ GmbH
 

 
Wiederaufladbare Batterien arbeiten in einem vernünftig breiten Temperaturbereich. Dies gestattet jedoch nicht automatisch auch eine Aufladung im selben Temperaturbereich.

Während der Einsatz von Batterien in heißer oder kalter Umgebung nicht immer vermieden werden kann, hat der Verwender die Bedingungen während der Ladung einigermaßen unter Kontrolle.

In sehr vielen Ladegeräten wird deshalb ein NTC als Temperaturüberwachung verwendet.

Die Blei-Säure-Batterie ist nicht sehr empfindlich gegenüber extremen Temperaturen, wie wir alle wissen, auf Grund der Erfahrungen mit unseren Fahrzeugbatterien. Ein Teil dieser Toleranz kann der Trägheit von Blei-Säure-Systemen zugeschrieben werden. Einige Batteriemodelle gestatten ein Laden unterhalb des Gefrierpunktes mit kleinem Ladestrom, andere werden dabei beschädigt und liefern nur noch reduzierte Kapazitätswerte, und auch die Lebenserwartung wird verkürzt.

Um die Ladeleistung von Blei-Säure-Batterien bei tiefen Temperaturen zu verbessern, sowie thermische Auswirkungen während der Aufwärmung zu verhindern, ist es wichtig, die bei der Aufladung eingestellten Spannungslimiten zu überwachen. Ein Einbau dieser Maßnahme kann die Lebenserwartung einer Batterie bis um 15% verlängern. Allgemeine Richtlinien empfehlen eine Korrektur vorzunehmen von ungefähr 3mV pro Zelle und pro Grad Celsius. Die Spannungskorrektur hat einen negativen Koeffizienten, d.h. die Spannungsschwelle sinkt, wenn die Temperatur steigt.

 
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Zum Autor : Sven Bauer, geboren  1966 in der Nähe von Aschaffenburg, ist Geschäftsführer der BMZ Europe und BMZ China und beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Entwicklung von Akkusystemen als Systemlieferant für die Großindustrie.  Grundlage hierbei ist die Konzeption, Festlegung der richtigen Akkutechnologie sowie Ladetechnik die als System mit den gewünschten Zulassungen und Garantieleistungen entwickelt und in den verschiedenen Werken gebaut werden.